Kolumne – Hardtechno in und um Berlin lebt noch!?

5. Juni 2013

Wer hätte das gedacht, dass es noch Alternativen im tristen doch sehr einheitlich klingenden Clubleben in Berlin gibt? Nein, völliger Quatsch! Natürlich ist Berlin immer musikalisch schillernd und abwechslungsreich, aber für den Einen oder Anderen Fan der härteren Klangkost mag das durchaus so aussehen.

Wenn man mal so zurückblickt, ist es schon verwunderlich das die Hardtechno-Szene sehr geschrumpft ist, waren es doch zwischen 2001 und 2009 gefühlt fast wöchentliche Veranstaltungen die mit „harten“ Acts im Lineup Partybesucher lockten, sieht es heute doch sehr übersichtlich aus. Doch warum ist das so? Was ist passiert?

Wenn man das ergründen möchte, muss man glaube ich, wirklich ganz genau hinschauen, es geht nicht immer um Musik, denn diese hatte sich qualitativ mit den Jahren stetig verbessert, auch wenn das der nicht‐Hardtechno-Hörer kaum glauben mag, so ist vor allem der sogenannte „Schranz“ doch klanglich an das Maximum der Qualität gelangt. Viel mehr ist der „Raum“ für die Musik immer kleiner geworden, so hämmerten doch Anfang der 2000er Jahre wie etwa im Club „Metronom“ oder „Tresor“ regelmäßig die 150Bpm und aufwärts durch die Boxen. Mitte der 2000er kamen Clubs wie das ehemalige „Pulp Mansion“ und der „Sky/Rotor Club“ dazu und auf einigen weniger bekannten Locations fanden sich auch oft genug stampfwütige zusammen um der energiegeladenen Musik ihren Respekt zu zollen. Mit Schließung der alten, kamen neue Clubs, das Rad rollte weiter, nur der Hardtechno-Sound fand dort kaum noch ein neues zu Hause. Vor allem mit der Schließung des alten Tresor-Clubs hatte die Hardtechno-Szene in Berlin deutlich zu kämpfen. Denn viele fragten sich „wohin jetzt?“.

Hardtechno in Berlin

Hardtechno in Berlin

Abgesehen von kleineren, meist eher unbekannten Partys, die krampfhaft versuchten „underground“ zu sein, kam dann auch nicht mehr viel und vor allem nicht mehr oft genug. Auch die namenhaften Acts aus dieser Zeit haben sich musikalisch verändert, manche reden von Weiterentwicklung andere werden einfach nur zu alt und wiederum andere sehen sich gezwungen den Sound zu verändern, weil sie sonst keine Gigs mehr bekommen. Schlussendlich ist die Nachfrage in der „Leidenszeit“ immer kleiner geworden, immer weniger junge Menschen, vor allem Clubfrischlinge konnten sich von der Musik einen Eindruck verschaffen und entscheiden, ob sie diese nun gut oder weniger gut finden. Auf den wenigen „undergroundigen“ Partys verblieb dann doch eher nur eine übersichtlich aber stetig stagnierende Feiergemeinschaft.

Mit der Wiedereröffnung des neuen Tresor Clubs brachte dies auch nur bedingt eine Verbesserung, so fand zwar wieder öfter mal die härtere Gangart ihren Platz, doch bei einigen Hardtechno‐Fans fehlte der „Spirit“ andere sind einfach auch nur älter geworden und widmen sich mehr dem Familienleben – so fehlte es im Gesamtbild vor allem eben an jenem jüngeren Publikum. Zudem wurde es vor allem in Berlin immer uncooler mit Neonklamotten, Zelthosen oder Stachelhaarfrisuren rum zu laufen, zugegeben, ein etwas übertriebenes Beispiel aber allgemein will ich damit eigentlich nur sagen, dass es ziemlich spießig geworden ist. Heute wird in sehr vielen Clubs selektiert, man muss nahezu Angst haben das falsche T‐Shirt zu tragen, sonst wird man nicht in den Club gelassen. Ist man dann drin im Club, so sieht man doch ein recht einheitlich modisches Bild. Turnschuhe, lange Jeanshose, T‐Shirt eventuell Cap und Sonnenbrille bei den Herren. Die Damen dürfen da noch ein wenig kreativer erscheinen, sehen meist aber auch alle gleich aus. Geht da nicht der Spass verloren?

Hardtechno_2

Und grenzt das nicht schon an Mobbing? Nun, um nicht zu sehr abzuschweifen, so passt das auch irgendwie nicht zusammen, Hardtechno und Modezwang, also wohl auch ein Punkt der sich negativ auf die Entwicklung der geschrumpften Szene auswirkt. Auch gut zu beobachten, das letztes Jahr auf der F*ck Parade, wo sonst immer Gabba, Schranz, Hardcore, Speedcore und sonstige nicht massenkompatible Technosounds durch die Straßen donnerten, war es dort schon sinnbildlich zu merken wie „ruhig“ alles geworden ist. Man kann das sicher noch ewig analysieren und genauso kann man darüber philosophieren. Der Punkt ist aber, man merkt wieder einen Aufschwung. Gerade durch das Internet gelangen wieder viele jüngere Menschen in Kontakt mit dem härteren Sound und die Nachfrage wächst in Berlin und Umland deutlich. Die Partys nehmen langsam auch wieder zu, so ist es fast wieder möglich, zumindest alle 2‐3 Wochen wieder eine Party in erreichbarer Nähe zu finden, wo es eben wieder härter zu Sache geht. Es hat sich vieles verändert, musikalisch ist es nicht mehr ganz so „schranzig“ wie früher, heute klingt alles verspielter und offener gegenüber anderen Richtungen, modisch sowieso und vom damaligen „Stampftanz“ ist heute nicht mehr viel zu sehen, aber das ist wohl der Zahn der Zeit.

Hauptsache Berlin hat wieder eine musikalische Komponente wiedergefunden die fast vergessen wurde.

Kolumne by Zak McCoy(Berliner DJ & Produzent)

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23 Kommentare

  1. der rumbamann

    4. Juni 2013 21:15

    Halleluja ! kann nur hoffen dass das auch in die provinzen abfärbt in denen das die letzten jahre nur allzu ähnlich ablief… will ich nich mehr vom veranstalter erzählt bekommen dass meine gerade mal 145 bpm viel zu hart für seine „techno“-veranstaltung sind… das sei ja alles schon hardtechno ?!? die 90er komplett verleugnet irgendwie… wär nie auf die idee gekommen das hardtechno zu nennen, was ich so spiel… kann echt nur hoffen, dass sich das wieder bischen dreht, weil nur rumstehen auf minimal is echt nich mein ding… war eigentlich schon drauf und dran endgültig n kreuz auf die ganze sache zu schlagen und irgendwie mein leben zu leben…

    • Zak

      6. Juni 2013 00:09

      so ist das mit den jungen gemüse, selbst veranstalter wissen nicht mal mehr die treffende definitionen der technogenres ;)
      aber das ist ein anderes thema ;)

  2. Jack

    8. Juni 2013 01:25

    Netter Beitrag! :) Meiner Meinung nach spielen der 90er Schranz sowie der „heutige“ Hard Techno zwar in der gleichen Liga in Sachen harten Sound….allerdings sind es zwei völlig verschieden Welten, was das rein musikalische angeht! Schranz war eben ein typischer Undergroundbeat! Hard Techno ist da eben…man könnte sagen…“moderner“ verglichen mit Schranz.
    Es ist eben nicht so monoton gehalten…man könnt auch einfach sagen – eben harter Techno! ;)

    • Norbert

      24. Januar 2014 21:50

      schranz ist progressiv house oder progressive techno hardtechno ist eine neue art des techno sehr schneller beat und sehr komerzig und underground techno ist ein bischen ähnlich manchmal mit progressive house progressive techno underground tekno wird zum beispiel im berghain berlin gespielt und in den 90ern wurde es im ultraschall in münchen riem gespielt am alten flughafen die alte waschküche vom flughaven war das ultraschall auch u – schall gennent am kunstpark ost pfannigelände oder hallen am ostbahnhof wo es aber nicht mehr so gut war und auch immer schlechter wurde acidhouse oder acidtekno ist auch eine underground art und die underground teknoleute sind meist so wie früher alle schwarz dunkel gekleidet mit umhängen cyberpankmäßig es gäbe noch unzähliges zu erzählen was ich erlebt habe mit techno house acid usw.

  3. verstörer

    9. Juni 2013 00:33

    Ich glaub hardtechno hat einfach sein harten teil verschlafen. Dubstep und Co haben einfach einen rauen Ton vorgelegt der mit geschwindlichkeit von harttechno nicht wett zu machen ist. Der nachwuchs ist. Entsprechend dort hin abgewandert. Die zielgruppe wurde woanders besser bedient. Der speed von harttechno hatte zu wenig platz für neues gelassen. Maximalismus kann man irgendwann schlecht steigern.
    Ich habe jetzt ca 12 Jahre hardtechno mit gemacht und mein herz sowie mein Freundeskreis hat starke wurzeln im harttechno, trotzdem höre ich aktuell mehr neuro Funk. Ich hoffe hatte hardtechno wird seine Evolution hin bekommen und ich werde weiterhin alles besuchen was geht, aber ich würde erstmal zweifeln wenn jemand behauptet das harttechno nochmal voll kommt.

    Sorrry für meine fiese Schreibweise, versuche hier mit eine
    Promil nachts zu einer acid Party zu kommen und tippe diesen Pollen per Handy.

  4. Ulf Kramer

    11. Juni 2013 10:25

    heey mein lieber…genialer Artikel..konnte man ne zeitlang auch auf Kassel schliessen..aber bei uns war das mal..hier gehts jetzt wieder straight forward….gruuunZ..

    • Zak

      13. Juni 2013 11:51

      da war ich letztens erst aufm kurzbesuch im panoptikum, naechste ma sag ich bescheid ;-)

  5. Pingback: Raw Nuts Night 5 - 21.06.2013 M-Bia Club - Hardtechno in Berlin | MUSIKBORD

  6. Lars van Core

    13. Juni 2013 19:24

    Der Artikel spricht mir aus der Seele! In Berlin ist es mittlerweile echt öde geworden – in viele Clubs, in denen man jahrelang amtlich und ordentlich gefeiert hat, kommt man heutzutage gar nicht mehr rein, oder wird rausgeschmissen, sobald man beim Tanzen die Arme in die Luft streckt.
    Das liegt aber nicht an der Musik und auch nicht an den jungen Leuten, sondern eher an den Veranstaltern und Clubbetreibern, die das Publikum schon an der Tür aussortieren lassen.
    Ich habe auch schon von einigen DJ’s gehört, die von vielen Veranstaltern gar nicht gebucht werden, weil sie zu schnell seien.
    Das sind Veranstalter, die unsere Kultur kultivieren wollen, um möglichst viel Geld damit zu verdienen . Mit Leuten, die bei 115 BPM mit der Club-Mateflasche in der einen und dem Smartphone in der anderen Hand Rhythmisches Rumstehen auf dem Dancefloor zelebrieren lässt sich wahrscheinlich mehr Geld verdienen, als mit durchgeknallten Ravern, die die ganze Nacht nur Leitungswasser trinken – KOMMERZ RULEZZZ!
    Erfreulicherweise konnte aber auch ich bereits feststellen, dass die ganz junge Generation wieder eher auf eine härtere und schnellere Musik steht – jeder Trend hat sich mal totgelaufen und wird von einem Gegentrend abgelöst – bleibt nur zu hoffen, dass bald der eine oder andere Veranstalter die Zeichen der Zeit erkennt und hier bald mal wieder richtig gefeiert werden kann!

    • g.dresche

      6. Juli 2013 17:18

      „Mit Leuten, die bei 115 BPM mit der Club-Mateflasche in der einen und dem Smartphone in der anderen Hand Rhythmisches Rumstehen auf dem Dancefloor zelebrieren“

      das trifft den nagel so beinahe schon pervers auf den kopf, dass ich grade laut lachen musste.

      gut, zu alten hasen kann ich mich schwerlich zählen, doch hab ich technofeiern in mittel- bzw ostdeutschland schon noch als härtere angelegenheit erfahren. gut, lässt man jetzt mal billighakke außer acht, gab und gibt es definitiv etliches and härterer feierei, auch in älter anmutenden hard tech bereichen bzw auch einfach hardcore.
      als ich dann ich BLN mal irgendwann angekommen bin und dieses oben zitierte trauerspiel gesehen hab .. ich glaubs eigentlich bis heute nicht. selbst mini platten, die auf 135 aufwärts aufgenommen wurden, werden mit 110 BPM gespielt.

      danke zak, dass ihr harte sounds bringen wollt. wenn ich wieder mehr lust auf rave hab, den dieser 110bpm müll hat mir gründlich die laune versaut, komm ich definitiv mal bei euch rum wa

      cheers

  7. benni

    24. Juni 2013 22:27

    netter beitrag – im XS forum gefunden ;-)

    >>> Anfang der 2000er Jahre wie etwa im Club „Metronom“ oder „Tresor“ hämmerten regelmäßig die 150Bpm und aufwärts durch die Boxen<<<

    ich war dabei <<< zu göttlich .. mittlerweile sind wir alle an die 30 jahre und keiner geht mehr zum schranz feiern.. maximal elektro / minimal… eher house/chillig usw… ich glaube die zeiten waren mal .. und ich denke , wenn keine jugend nach kommt. war es das auch mit dieser musikrichtung gewesen… kenne persönlich wenige über 30 jahre aus alten zeiten, die noch regelmässig in clubs gehen, wie wir mit 18-25 früher … schon gar nicht mehr zum schranz/hardtechno….

    komme zwar ursprünglich aus berlin , bin aber mittlerweile in zürich , die feierkultur hier ist ganz nett :-)

    greetz oldman von extremesets.de

  8. Pingback: Raw Nuts Night 6 - One Year "It bangs again in Berlin – M-Bia 09.08.2013 | MUSIKBORD

  9. Nelson Katzer

    26. August 2013 18:48

    Hey Zak !

    Wenn dir der ganz harte Hardtechno in Berlin fehlt ….. spitz deine Ohren …..

    Am 14.02.2014 kommt das Abriss Gewerbe nach Berlin ins Subland (Berlin)…. mit streetlife zusammen, werden wir dort 10 stunden lang, 2 Floors wegrocken, so wie es Standard ist im Pott !!!!

    Gerade das Abriss Gewerbe ist bekannt dafür, dass es Style technisch an der obersten Schmerzgrenze der Definition Hardtechno kratzt.
    Also nichts mit Mainsream-Schmuse-Hardtechno….. volle Breitseite!

    Ich bin gespannt, ob Berlin bereit ist für unseren Sound, oder mittlerweile vergessen hat, was energiegeladene Musik mit abartigen Drive, ist.

    offizielle Infos dazu kommen in den nächsten Wochen.

    bis dahin…
    Der Nelson

    • Zak

      4. September 2013 22:33

      Nelson, du musst nochmal genau lesen ;)
      allein die ueberschrift sagts schon aus ;)

  10. Pingback: Das Mysterium Korgtekk – Fortsetzung Hardtechno | MUSIKBORD

  11. acidmario

    5. September 2013 20:01

    Ich kann dir zu deiner Kolumne nur zustimmen. Als in Chemnitz der Achtemai 2004 zumachen mußte, war auch erst mal der ganze Techno weg. Bis ein paar neue die Forten öffneten und auch manche wieder bei zeiten verschwanden. Und selbst das war nicht so wie im alten Achtenmai mit den Floors: Acid/Techno, Hakke, House und Chill Out. So einen Club wünschte ich mir wieder, aber wie du schon geschrieben hattest „Das ist wohl der Zahn der Zeit.“

    Als ich leztes Jahr Tracks mit 140BPM auflegte hieß es, es ist zu schnell. Hallo! Da hatte ich schon runder gepitcht! Was ist mit der Jugend los? Liegt es daran daß, das Leben schnellebiger geworden ist und die Jugend dann doch eher 120-130BPM hören wollen? Komischer weiße ist das bei Drum & Bass anders, die Partys sind gut besucht.

    • Zak

      7. September 2013 08:35

      in Chemnitz rufe das es zu schnell ist haett ich jetzt nicht erwartet ;-)
      ich glaub es kommt allgemein aber eher darauf an wie die party propagiert wird, wenn es entsprechen als hardtechno Party angepriesen ist, so schreit sicher keiner rum das es zu schnell ist eher im gegenteil

      techno hingegen hat sich ja in der geschwindigkeit sehr reduziert, soundtechnisch ist zwar wieder einiges wie frueher, nur eben 10bpm langsamer… da gehts manchmal aufm minimal/tech-house floor flotter zur sache :)

      meine einschaetzung dennoch ist dahingehend das das phaenomen zwar eine weile bestehen bleibt, aber sich, gerade die juengere generation, die schnellere schiene wieder mehr in den vordergrund spielt, weil das zwischending zwischen den 120/130 bpm sounds und den extremen 160bpm und mehr Core Sounds einfach vielen fehlt, daher laufen auch die stompigen tekstyle Partys immer besser… letztlich liegts aber an den veranstaltern :)

      gruesse, Zak

  12. Henne

    22. Oktober 2013 19:45

    Ich suchte schon seit 2009 nach der Seite und nun kommts aus den Wolken. Du sagst es. Exakt. Ich geh mal nicht auf Musikrichtung ein (hab ja keine Ahnung, geschweige denn da noch durchzusehen –> Progressive, Dub, Dubstep, Techno, Hardtechno, Trance, Hardtrance, Elektro, house, etc etc etc etc..) Ich kann nur zustimmen. Ich ging erst ab 2006 in Clubs. Damals noch Kommerz (Verzeiht mir Bitte, kann ich es je wieder gut machen?). Kam denn mit Paul van Dyk in Verbindung, dann Phatzoo – Big Bash, dann zu Steve Angello – Yo Yo Kidz bzw. The Look und kam dann irgendwann zu Chris Liebings – American Madness!!
    Also ich hab wirklich alles durch von 90er bis heute als Livesets oder geforscht. Hab auch ne ordentliche Sammlung von Platten, doch eins ist mir aufgefallen: So viel Schrott auf einen Haufen und Kommerz überall, kenn ich erst seit 2010.
    Ich fing an Platten zu kaufen und aufzulegen seit 2008. Minimal war nicht drin. Kommerz.. (Ich bitte euch) und Trance und House blieb übrig zum auflegen. Fand ich gut zur Zeit. Speziell Activa’s – Remember oder Eclipse. Ebenfalls Martin Roth, Reaky, Above and Beyond, Alex M.O.R.P.H., Arty, Axwell um nur Interpreten mit A zu sagen :-D

    Doch mit der Minimal Bewegung seit genau Sommer 2006 (komisch aber wahr) und den Kommerziellen Clubs konnte ich mich nie anfreunden. man konnte sich irgendwie nicht wohl fühlen. Eine Beklemmtheit im wahren Sinne. Auflegen nur mit vorgeschriebener Lautstärke und Anweisung neueres zu spielen.. Bah.. Wo bleibt die Individualität eines Künstlers wenn alle auf eine Schiene fahren? Wer kann noch von Geschmack reden bzw. Clubszene. Nur noch ein Gewäsch dachte ich (auch heute noch sehr)
    Fing an nach alten Zeiten zu suchen (Jetzt kommt die Zeit mit der American M..!!)
    Was soll ich sagen.. Es gab auch damals Müll und Platten die ich nicht mag, macht ja auch Sinn bei so viel Musikrichtungen, DOCH was mir heute entgegensprudelt ist ein und das Selbe. Avicci-like und Minimal-Sounds… Jedenfalls sah ich in den alten Zeiten (90er Anfang 2000) das da die Partys anders waren (kann es nicht erklären) und wollte zurück zu so’ner Zeit. Ich hab etliche Livesets und da hört man sogar mal von Jemanden einen Rocker! Was er eigentlich nicht spielte. Ob nun ruhig oder schnell. Diese Zeit mag auch Schwächen gehabt haben, doch kommt mir heute die Galle hoch. Ein Freund versucht Platten zu veröffentlichen und bekommt absagen im Sinne: So watt? Brauchen wa net! Oh doch! Ich schon. Und die Leute hier im Forum! Meine Bekannten Technonasen und mein einschlafendes Bein auf der Tanzfläche, wo man nach Leuten sucht :-D
    Naja. Wer Kommerz oder Minimal mag, Ok. Aber Bitte nicht in ganz Europa und jeder DJ. Lasst uns den alten Bunker, Tresor, Ostgut, E-Werk, Casino, Non-Tox, Maria, Polar-Radio, Walfisch und Busche Wiederbeleben. Lasst die Kommerza und Minimas doch in Ihren Jungle.

    Auch ist mir der Sound heute zu Sauber und zu vorhersehbar. So auch die Leute in den Clubs. Im Tresor soll der Schweiß von der Decke getropft sein, sagt mein Bruder. Her damit!! Ich hab genug von Chicki-Micki Müll und Türprolls die dir sagen das deine neuen Schuhe 10 Jahre alt sind (Was ne Wurst). Mal wieder unrasiert mit alten Jeans.. das wär mal was

    • Torsten

      25. September 2015 22:36

      @Henne
      und wie der Schweiß im Tresor von der Decke getropft ist. Aber der Tresor war da nicht der einzige Club. Die 90er waren echt der Wahnsinn und haben so einige coole Clubs hervorgebracht. Elektrokohle, Boom Club, Nontox und sooooo viele mehr… ich erinnere mich gern an die alten Zeiten und bin froh das alles miterlebt zu haben.

  13. AMOK

    29. November 2013 18:10

    Fernanda Martins sag ich nur… 170/180 BPM und der Club ist voll… sie kommt hallt nur zu selten nach Berlin… ist haeufig in Polen und tschechien… da gibts halt noch richtig HardtechnoClubs/Veranstaltungen…Berlin… armes armes Berlin… RIP TRESOR & bUNKER

  14. Pingback: Kolumne 3 – Hardtechno - Hör mal wer da hämmert! | MUSIKBORD

  15. Hakke

    22. Januar 2014 14:38

    Für alle, die den Techno hart, laut und dreckig feiern wollen, ohne die:

    „Leute, die bei 115 BPM mit der Club-Mateflasche in der einen und dem Smartphone in der anderen Hand Rhythmisches Rumstehen auf dem Dancefloor zelebrieren” :-D
    Oder zu sehr auf die 100% schicki mickie Abendgarderobe zu achten, findet am 15.02.2014 im Mauersegler Berlin die „CELL-CORE RELOADED“ statt. Es ist ein Revival eines Event von 2009 was wieder vom SXF Studio Team aufgezogen und veranstaltet wird.
    Es wird laut Flyer HARDRAVE, HARDTECHNO, HARDSTYLE, HARDCORE, DARKCORE, TERRORCORE & GABBER geboten.

    Die Cell-Core 2009 war in Sachen Musik, Club und ambiente der Hammer und ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Wird eh Zeit, das in Berlin der alte, dreckige Sound zurück kehrt.

  16. Jari

    3. Mai 2014 23:22

    Hey hab den Artikel gelesen und kann das meiste so bestätigen
    bin noch nicht lange in der Szene unterwegs bin aber auch in den 90ern hängen geblieben
    tresor hat wirklich dieses u feeling aber ja der schranz bzw der Spirit fehlt dort leider und auch die vielen Clubs und Veranstalter sind wirklich alle fast nur aufs kommerzielle ausgelegt ich nenn diese Generation die turnbeutelhoppel Häschen sie sind wirklich fast alle gleich
    und auch in ffm finde ich nicht mehr dieses Feeling was ich mir eig durch die Musik erhoffe :(
    ich hoffe wirklich das ändert sich bald
    aber eknes wollte ich fragen das hat der Artikel nicht beantwortet
    wo gibts Schöne schranzige Clubs in berlin?

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