Komet’s Party Nacht Geschichte

12. Februar 2014

Ahoi, ihr Nachtschwärmer und Liebhaber der elektronischen Frequenzen. „Komet“ gibt Euch heute an dieser Stelle sein Debüt, in Sachen Party und alles was dazugehört, oder gehören könnte. Mich vorzustellen, wird sich für einen Großteil von Euch erübrigen, denke ich. Für die, die mir noch nicht über den Weg getanzt sind, will ich nur 2 Sätze zu meiner Person loswerden. Sollte ich den einen oder anderen Club, vor dem die Männer und Frauen stehen, noch nicht kennen, die Euch an der Tür empfangen oder wegschicken, so wird sich das in Kürze ändern. Und damit steht, sollte ich Euren Lieblings Club tatsächlich noch nicht besucht haben, unserem Kennenlernen, oder mindestens zu Gesicht bekommen, nichts mehr im Wege.

Ich bin im 66 Lebensjahr, was für mich, kein Hindernis darstellt, die Nächte, bis weit in den Sonnenaufgang hinein, mit Euch durchzutanzen. Wir alle fiebern, klar, den ersten Frühlingsnächten entgegen, um wieder draußen abzugehen. Doch bis dahin werden wir uns, dicht an dicht in den Clubs, miteinander den Arsch abschwitzen. Wer ,,dicht an dicht“ zweideutig auslegen möchte, der darf das gerne tun, darf sich aber nicht wundern, wenn ich es ,,eindeutig“ ausgelegt haben will. Das Thema Drogen wollen wir aber erstmal aussparen haha…! Natürlich habe ich mir überlegt, mit was ich Euch zu Anfang ködern werde, um Euch nach meinem ersten Auftritt, auf den Nächsten heiß zu machen. Genau deswegen wage ich mich fürs Erste eine, „Fortsetzung folgt“ Geschichte anzuzetteln.

Ich nenne sie: ,,Erlebnisse an der Tür“ Ich weiß nicht, wie man sich vor einem Club, in der Schlange fühlt, wenn man schon, das ein oder andere Mal abgewiesen wurde. Warum ich das nicht weiß, ist ganz einfach, weil es mir noch nicht passiert ist haha…, oder doch? Und das ist schon der Beginn der:

Episode 1

Erlebnisse an der Tür. Die Nacht war schon sehr weit fortgeschritten, und hat mich wie so oft, vom einen zum anderen Club ziehen lassen. Ostkreuz, Fußgängerbrücke,Treppenabgang, links zum Sisyphos, rechts zum About Blank. Kein Fahrrad! Näher, viel näher als das Sisyphos, das About Blank. Die Entscheidung war klar, heute Debüt im About Blank. In Sichtweite der Türsteher, stramm drauf zu gehen, kein Zögern zeigen. Die Tür nicht als Hindernis sehen. Kein Mensch am Eingang, eigentlich schade. Dann werde ich als Neuling beäugt. Wie geht man als fast Siebzigjähriger, mit Bauchnabel langen Bart, auf zwei nicht beschäftige Türsteher zu, die einem im Leben vielleicht noch nie gesehen haben. Oder, haben sie doch schon von mir gehört, freuen sich auf einen kleinen Plausch, und winken mich durch? Komm mal runter Bernhard! ,,Egopflege“ was soll das? Schau sie erst an, wenn du auf 7 Meter nah bist, und gehe langsam. Hol dein Handy raus, und markiere den Beschäftigten. Ab jetzt wissen sie, dass du rein willst. Sag Guten Tag, nein, sagt gar nichts, spiel den Coolen, nein, sei cool. Bleib keine Sekunde stehen, trete ihnen jedoch nicht in den Sicherheitsabstand, warte bis ein Zeichen kommt, auch ohne Schlange. Doch dann meinerseits ,,einen guten Abend“ beide in Front zu mir, abwartend auf meine weitere Anrede. Einer freundlich: ,,Hallo, noch unterwegs“ der Andere, auch sehr freundlich ,,Wir glauben nicht, dass das hier etwas für Sie ist.“ Ich lächle und nicke ganz leicht, ohne zustimmend aussehen zu wollen, eher fragend, ohne etwas zu sagen. „Ist eine schwule Party

heute“, ergänzt der Erste. Im langgezogenem ,,Ahh“ doch nicht überrascht, gab ich zu verstehen, dass ich damit nicht überfordert war. „Na, dann kommen Sie vielleicht ein andermal“, war die bestimmte deutliche Ansage. An dieser Stelle nur ein gutgemeinter Rat an Euch. Länger als 5 Sekunden, nach einer deutlich ausgesprochen Ansage, solltest Du Dich nicht unbedingt vor einer Club Tür aufhalten, sonst merkt sich Er oder Sie doch noch, fürs Erste Dein Gesicht im Negativen. Jetzt, mit einem paradoxerweise leichten Lächeln, die Bildfläche zu verlassen, egal wie willkürlich Dir die Entscheidung vorkommt, ist der beste Weg dir für die Zukunft, denselben nicht zu versperren. Die Ablehnung respektierend, wand ich mich ab, um mich jetzt auf den langen Fußweg zum Sisyphos aufzumachen. Jedoch nicht, ohne davor, noch eine halbe Sekunde, das Peace Zeichen zeigend. Mittel und Zeigefinger ausgestreckt zum V, den Daumen, von Ring und kleinem Finger, angewinkelt in die Handfläche gepresst. Ich wollte eine gute Erinnerung für das nächste Mal erschaffen. Welches ungeahnte Glück mir genau in diesem Moment zu Hilfe kam, erfahrt ihr jetzt nicht. Es wird der Gegenstand meiner ,,Fortsetzungsgeschichte“. Ihr dürft gespannt sein, im nächsten Monat zu erfahren, wie ich den Sonnenaufgang an diesem Morgen, zusammen mit lieben Menschen tanzend, doch noch im About Blank erleben durfte haha….

Euer Komet’heus komet@partysan.net

Mit freundlicher Genehmigung des Partysan Berlin Verlags – Ausgabe Februar 2014
Text by Komet / Foto Credit by  Oliver Becker

 

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