Party-Girl auf Tour – von der Club-Metropole zum Groß-Rave

22. April 2013

Selbst für eingefleischte Berliner, die täglich ein Überangebot an Party in der Metropole erleben, sind Groß-Raves außerhalb des Landes immer noch etwas besonders, besser noch ein MUSS. Schon Wochen vorher schmulte ich immer wieder auf die Seite: will ich, kann ich, soll ich?

Ich MUSS! So ließ ich die Gedanken an alle hier kläglich Zurückbleibenden hinter mir und wirbelte schon vor meinem Laptop nach Kartenkauf jauchzend umher – liest es sich doch wie ein Traum-like „Electros gesammelte Werke“!

Jetzt noch: Wie da hin? Partybus? YES! Doch da ließ ich mir ein wenig zu viel Zeit und Schwups war er voll. Mit freundlichen Grüßen? Wie sonst! Alles in trockenen Tüchern kam die entscheidende Frage: Outfit? Nachdem meine Jungs über heiße Fotos von mir in Dollen Shirts zum Abstimmen bekamen, war die Sache geritzt: quietsch-gelb & selbst designend, klar zum Ausflippen! Mit reichlich Flüssigem und Futter – ja den Kohldampf während und die Unterzuckerung danach sollte man nicht unterschätzen – gings ab: auf nach Mannheim- TIME WARP 2013!

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Frau-hüsch-jung-allein auf Partytour . Grund genug für meinen netten Fahrer mich bei sich zu Hause fertig machen zu lassen und direkt vor die Tür des Events zu fahren. Thanks Marcel! Die Spannung stieg, die Augen wurden groß. Schnell war ich drin, super alles geregelt da. Schnell die Euromünzen in Electro-Token umgetauscht, Tasche in Spint und schon flutschte ich in eine Welt fern von jeden Alltagsdallereien mit so viel Freiheit, Gelassenheit und Kribbeln auf alles was an mich, bei mir, über mich, zu mir, auf mich, vor mir ist.Erstmal Lage checken: 1 Lounge, 1 Futter-Halle, 6 Hallen Musik, die ersten zwei die größten. Und schon blieb ich in der 2 hängen.

Was ist denn das? Mein Gott sie stand auf meinem Plan zum: mal gucken was da geht. Aber Monika Kruse überraschte mit unglaublich gut abgestimmten Klängen feinstem Electro in einer gigantischen Halle und gab mir einen traumhaften Einstieg in eine Wahnsinns-Nacht! Verdammt wieso ist sie nur so gut, dacht ich mir, ich brauch doch noch Energy für den Rest der Nacht! Egal jetzt hieß es ab nach vorn, durch 1000de Leute durch direkt in first frontface to face to DUBFIRE! Und sie ließen die Menge beben! Hatte mich bis jetzt nicht viel mit denen beschäftigt, nur meine Leute meinten „angucken!

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Und meine Füße flitzen über den Boden neben Tausenden mit mir! Und zack das erste Lächeln, das erste Hallo, hat ich nen Grüppchen, die mich in ihre Mitte hoben. Die Laune kletterte auf die 100-Marke. Zwei Stunden durch heißeste Rhythmen auf großer Welle gesurft! Hut ab!Völlig auf Wolke 7 ab zu Magda: Frauen-Power die 2.! Aber sorry Magda, das war eher ne Pleite. Kleinere Halle, Leute so ganz nett beim Schunkeln, war es doch eher ne so-viel-erhofft-und-null-erfüllt-Nummer ohne jeden Pepp.

Ein bisschen im Stimmungsknick und a little exhausted nahm ich ne Pause in der Lounge. UhUhUh, mein erster Gedanke beim Reinkommen: die ganzen Druffis. Aber neben Schlafenden, Ausnüchternden oder einfach nur Ausruhenden schien es allen relativ gut zu gehen. Mit meinem kleinen Tief saß ich nun da, süffelte mein Wasser – allein. Aber weißt was: Verdammt ja, das ist DIE Nacht! DEINE Nacht! Und du kannst alles erleben, wann du willst, mit wem du willst, so lang du willst, jetzt und hier! Auf zu Chris Liebing, lauschen was er mit mir macht. Dunkle Halle, Lichter zischten überall durch die Menge, die jetzt schon am Fliegen war und dann hatte er mich: gecatched mit dem Wumms der durch meinen ganzen Körper vibrierte und im Einklang mit meinem Herzen schlug – mehr geht eben nicht! Dachte ich! Doch dann bewies mir Len Faki eine Lehre. Der Schlachtruf „Angriff!“ durchströmte Füße, Beine, Arme, Hände, Kopf und ließ einem an nichts mehr Denken, nur fühlen, was mit mir passierte. Zwischen absoluten Hochgrinsen und totalem Ausrasten lernte ich eine endlich mit mir mithaltende Zapplerin kennen: Gesehen, gelächelt – yeah wir waren ein Team! Doch sie war nicht allein und so waren da fünf von der Sorte, die mich in ihre Mitte aufnahmen und jeder sich um jeden kümmerte unter gemeinschaftlichem „Durchdrehing“: Das Hochgefühl zu diesen letzten Tönen des Meisters!

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Ein paar Getränke und ein paar austauschende Worte und schon war die Sache klar: Richie Hawtin ein MUSS! Hallenwechsel! Ich wusste auf was ich mich freuen kann und er hielt Wort! Ein kurzes Ermüden der Beinchen war schnell verflogen. Stehen bleiben jedoch fast unmöglich! Der Rhythmus, der Beat reißt dich mit, mit auf eine Welle und treibt dich voran! Das einzige Wort, was hier zählt: Geflasht! Richie hat die Vollen 100 % gegeben! Ein Blick zur Uhr: kurz nach 10! Ellen Alien sollte die perfekte Landung von meiner Reise liefern. Und sie tat es!

Sie tat es so sehr, dass ich meine Gesinnung „Ich geh nur nochmal gucken und genieß“ in ein nochmal alles raus lassenden letzten Genuss verwandelte. Meine neuen Freunde – noch immer an meiner Seite – waren das Sahnebonbon an diesem Gefühl. Und so kamen wir mit Ellen noch zwischen den Ohren einem wunderschönen Sonnen-Sonntag entgegen. Sonnenbrille auf, meine zwei lieben, letzten treuen Begleiter verabschiedet und mit einem kleinen Tränchen im Gemüt -weils doch zu schön war – zog ich gen „Mit freundlichen Grüßen“ von dannen.

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Die nächsten 6 Std. waren eine kleine Höllenfahrt, non Stop Spuckerei und Übelkeit. Machten mich doch meine Mitfahrer drauf aufmerksam, dass man das Leitungswasser dort nicht trinken hätte sollen. Tja zu spät gewusst und zu oft getan! Also kam ich nah an der Unterzuckerung-Erschöpfungsgrenze, nachdem selbst die Dextro-Energy ihren Weg wieder raus aus mir fanden, endlich zu Haus an. Totally run down, but mein Gott war das (m)eine gigantische bomben Nacht! Ohne jedes Gleichen! Immer wieder. Für das nächste Jahr steht wieder ein rotes Kreuz dick im Kalender!

So, das wars dann auch von und über meinem Trip nach Mannheim, zum Groß-Rave fernab vom Clubbing der Großstadt Berlin, mit einem Ausflug den ich so niemals erwartet hätte.

Eure Rike

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