Bakermat – nach Megahit „One Day“ zurück auf den Festivalbühnen

26. Juli 2018

2013 und 2014 gab es kaum ein anderes Lied in den Radios als „One Day“. Das bedeutete ein 24/7 Leben für den niederländischen DJ Bakermat (Anm. d. Redaktion: Bürgerlicher Name: Lodewijk Fluttert). Mit diesem Song ist ihm der absolute Durchbruch gelungen. Zeit war es daher auch für ihn mal eine Pause einzulegen und weiter an seinem Sound zu feilen. In den letzten Monaten ist es eher ruhig um den 26-jährigen Niederländer geworden, auf dem Airbeat-One Festival in Neustadt Glewe feierte er sein Festivalcomeback. Kurz vor seinem Gig haben wir ihn zum Interview getroffen:

Uns interessiert zunächst dein Name: Bakermat ist Niederländisch und heißt übersetzt etwas ähnliches wie Heimat. Wir würden gerne wissen welcher Platz dein zu Hause ist und wie das deine Musik beeinflusst?

Ich mag es sehr unterschiedliche Arten von Musik zu hören. Meine Mutter war Opernsängerin, daher habe ich viel klassische Musik gehört. Mein Vater mag eher Funk, Soul und Jazz – Richtung James Brown. Meine Schwester hingegen hört am liebsten Rock. Mein zu Hause wurde von vielen verschiedenen Musikrichtungen beeinflusst. So ist das noch heute und das inspiriert mich. Nicht an einem Genre hängen bleiben, sondern in verschiedenen Bereichen interessiert sein, das ist spannend für mich.

Wie bist du eigentlich Musiker geworden?

Als ich in meinem dritten Studienjahr war (Anm. der Redaktion: Bakermat hat Psychologie studiert), wollte ich etwas Neues versuchen. Ich habe Standup Comedy gemacht, ich habe einen Film gedreht und ich habe auch DJ Software runtergeladen und einen Song gemacht, One Day (Vandaag) ist dann durch die Decke gegangen. So bin ich auch in das Auflegen reingekommen.

Wie geht es deinen Hunden?

Ihnen geht es gut. Ich habe zwei, es sind Mutter und Tochter. Einer ist wirklich alt. Leider wird er wahrscheinlich bald sterben. Sie helfen mir sehr, sie sind meine schärfsten Kritiker und hören meine neuen Songs zuerst?

Tanzen sie auch?

Eher diskret 😊

Bist du vor großen Festivalgigs noch nervös?

Nein, ich bin eher entspannt. Ich bin nicht so der nervöse Typ.

Was würdest du machen, wenn während deines Sets der Strom ausfällt?

Ich würde wahrscheinlich einfach a-capella singen. Mir würde schon was einfallen.

Hast du eigentlich bestimmte Lebensziele, auch musikalisch?

Nein, nicht wirklich. Ich mag es jeden Tag zu genießen, den Moment zu leben. Ich bin da ganz für die buddhistische Lebensweise.

Wie sieht denn dein perfekter Tag aus?

Ich liebe Essen. Essen ist sehr wichtig und lachen. Essen mit Freunden und viel lachen, dann noch leicht einen sitzen haben im Optimalfall.

Kannst du eigentlich tanzen?

Ich tanze furchtbar. Ich bin hinter den Decks besser aufgehoben.

Was können wir von dir in 2019 erwarten?

Viele neue Tracks kommen. Jede Menge neue Musik steht in den Startlöchern, auch experimentelle Musik ist dabei.

Du warst ja die letzten Jahre viel auf Tour, welche drei persönlichen Dinge hast du immer bei dir?

Ich habe einen kleinen Gameboy dabei, worauf ich zocken kann. Ein Buch ist auch immer dabei. Ich lese ein Buch pro Woche. Das bringt mich runter und meine lautstärkereduzierenden Kopfhörer – die dürfen auch nicht fehlen.

An welchem besonderen Ort möchtest du mal auflegen?

Ich habe eigentlich schon in jeder Stadt und auf jedem Kontinent aufgelegt, zumindest die Locations die mich interessieren. Was mich noch reizen würde, wäre Coachella.

Vielen Dank für das Interview. Wir sind sehr gespannt auf deine neue Musik.